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Casual Spiele für Einsteiger: womit man anfängt, wenn man noch nie gespielt hat

Fangen Sie mit einem Sortierspiel an, nicht mit einem Aquarium. Der Grund ist schlicht: Beim Sortieren sieht man nach dreißig Sekunden, ob man es mag. Ein Aquarium braucht zwei Abende, bis überhaupt etwas passiert.

Markus Weber · München · Stand 10.09.2026

Vier Typen, die im Schaufenster gleich aussehen

Alle vier zeigen runde Fische auf blauem Grund. Was die Finger tun, ist jedes Mal ein anderes.

Typ 1

Sortieren

Gleiche Fische in dasselbe Becken schieben, bis jedes Becken einfarbig ist. Kein Zeitdruck, kein Zug-Limit, ein Zurück-Knopf. Fish Sort 3D gehört hierher.

Der schnellste Einstieg von allen. Wer nach fünf Runden keine Lust mehr hat, hat fünf Minuten verloren.

Typ 2

Brett mit drei Gleichen

Auf einem Raster Steine tauschen, drei gleiche verschwinden. Es gibt ein Zugbudget — bei Fishdom stehen auf beiden Brettbildern 20 Züge — und ein Ziel, etwa 16 Perlen einsammeln.

Hier scheitert man zum ersten Mal, und zwar an einem Level, nicht am Verständnis. Drei solcher Bretter im Vergleich.

Typ 3

Becken und Teich

Ein Aquarium füllt sich, Tiere wachsen, Pflanzen werden gesetzt. Oft passiert das meiste, während die App geschlossen ist. Bei Fish Paradise zeigen acht Store-Bilder nicht einen einzigen Knopf.

Geduldssache. Zwei Becken nebeneinander zeigt, wie verschieden das ausfällt.

Typ 4

Arkade am Wasser

Es gibt eine Leine oder ein Netz, aber keine Physik. Bei „Angeln und Leben“ zieht eine Schnur über ein Dutzend Fische gleichzeitig nach oben, bei Fish-Mish schleppt ein Boot ein Netz durch einen Schwarm.

Am ehesten das, was Leute meinen, wenn sie „Angelspiel“ sagen — und am wenigsten das, was Angeln ist.

Die erste Sitzung, Schritt für Schritt

So läuft der Anfang bei einem Sortierspiel ab. Bei den anderen drei Typen ist die Reihenfolge ähnlich, nur die Minuten verschieben sich.

Minute 0

Vor dem Installieren

Zwei Felder in der Karte ansehen: den Werbehinweis und die Spanne der In-App-Käufe. Bei Fish Sort 3D steht dort „Enthält Werbung“ und „0,99 €–104,99 €“. Beides ist keine Warnung, aber eine Erwartung.

Minute 1

Das Raster lesen

Becken stehen auf Regalbrettern, drei nebeneinander. An jedem Becken klebt eine kleine Zahl: 1 oder 2. Das ist kein Punktestand, sondern die Zahl freier Plätze. Wer das übersieht, schiebt eine Weile blind.

Minute 3

Der erste Fehlgriff

Ein Fisch landet im falschen Becken, das Becken ist voll, nichts geht mehr. Bei diesem Typ gibt es dafür einen Zurück-Knopf. Bei Brettspielen nicht — dort ist der Zug weg.

Minute 6

Die Sammlung taucht auf

Sammelraster mit neun Fischkarten, jede mit ein bis drei gelben Sternen, darunter das Feld Spezielle Fische

Neun Fischkarten, je ein bis drei Sterne, darunter ein Feld „Spezielle Fische“ mit drei ungewöhnlichen Exemplaren. Ab hier wird gesammelt statt sortiert — und genau hier bleiben die meisten hängen.

Minute 10

Die erste Kaufaufforderung

Truhe, Konfetti, „Du hast gewonnen!“, darin Münzen, ein Herz mit Unendlichzeichen und ein Kescher. Was davon Geld kostet und was die Runde abwirft, steht auf dem Bild nicht — das sieht man erst im Spiel.

Vier Spieltypen, vier erste Sitzungen
Spieltyp Erste Session Was nervt anfangs
Sortieren5 Minuten reichen für ein UrteilWird schnell gleichförmig
Brett, drei GleicheEtwa 10 Minuten bis zum ersten ScheiternZugbudget endet vor dem Ziel
Becken und TeichZwei Abende bis etwas wächstWarten ohne sichtbaren Fortschritt
Arkade am WasserEine Runde, dann klarZweitmodi mit Wettbewerb

Einschätzung nach Lektüre der Karten und Bilder, Stand 11.09.2026. Orientierung, keine Messung.

Vier Fragen, die vor dem Installieren kommen

Brauche ich für diese Spiele eine Internetverbindung?

Bei Fishdom steht in der Beschreibung ausdrücklich, dass zum Spielen kein WLAN nötig ist und eine Verbindung nur für Wettbewerbe und Zusatzfunktionen gebraucht wird. „Angeln und Leben“ schreibt „Keine Internetverbindung erforderlich“ direkt in die Kurzbeschreibung. Für die übrigen acht steht dazu nichts in der Karte, und wir haben es nicht ausprobiert.

Kostet das am Ende doch Geld?

Alle zehn sind kostenlos herunterzuladen, alle zehn haben In-App-Käufe. Die Obergrenzen gehen weit auseinander: 10,99 € bei Fishing Paradiso, 199,99 € bei Reef Rescue. Die Spanne steht in jeder Karte unter „In-App-Käufe“.

Taugt ein altes Telefon dafür?

Kommt auf das Spiel an. Fishdom, Fish Paradise und Reef Rescue laufen ab Android 5.0, Pondlife ab 7.1, Fishing Paradiso, Fish-Mish und Tile Fish Matching Game erst ab Android 8.0. Diese Angabe steht in der Karte unter den technischen Details.

Sind diese Spiele für Kinder geeignet?

Die USK-Angabe beantwortet das nur halb. Acht der zehn stehen auf „USK ab 0 Jahren“, Fishdom auf 12 und Tile Fish Matching Game auf 16. Was die Einstufung nicht misst: wie viele Knöpfe auf dem Bildschirm liegen und wie oft zum Kauf aufgefordert wird.

Die Wörter, die in jeder Karte stehen

Sieben Begriffe, ohne die man die Hälfte einer Store-Karte überliest.

3-Gewinnt
Raster mit Steinen; drei gleiche in einer Reihe verschwinden. Im deutschen Store steht es als Schlagwort unter Titeln wie Fishdom und Reef Rescue.
Booster
Ein Hilfsmittel, das mehrere Steine auf einmal räumt. Auf dem Fishdom-Brett liegen vier davon in einer Leiste, mit Zählern wie 2 oder 3 an der Ecke.
Tile-Matching
Verwandt mit 3-Gewinnt, aber mit Plättchenstapeln und einer Ablageleiste unten. Drei gleiche Plättchen in der Leiste verschwinden; ist die Leiste voll, ist die Partie vorbei.
Idle
Fortschritt läuft weiter, während die App geschlossen ist. Typisch für Becken- und Teichspiele, im Store selten so benannt.
In-App-Käufe
Käufe innerhalb der App. Der Store nennt immer eine Spanne, etwa „0,60 €–154,99 € bei Abrechnung über Google Play“ bei Fishdom.
Enthält Werbung
Angabe des Entwicklers, dass Werbung vorkommt. Sie sagt nichts über Häufigkeit oder Format. Fehlt sie, hat der Entwickler keine Werbung angegeben.
USK ab …
Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle. Es bewertet Inhalte, nicht Bedienbarkeit und nicht den Umgang mit Geld.

Warum diese Hinweise überhaupt etwas wert sind

Sie stammen aus zehn Karten, die an einem einzigen Tag gelesen wurden, plus achtzig Store-Bildern, die einzeln geöffnet wurden. Das Verfahren steht offen da: sechs Schritte, samt der Stellen, an denen es scheitert.

Was hier fehlt, fehlt mit Absicht. Keine Partiedauer, keine Werbefrequenz, keine Aussage über Level 300. Sowas müsste man spielen, und das haben wir nicht. Der Rest steht in der Übersicht der zehn Spiele.

Welcher Typ passt zu Ihrem Abend?

Schreiben Sie kurz, wie viel Zeit am Stück Sie haben und ob Sie Zahlen mögen oder lieber zusehen. Meist reicht das für einen brauchbaren Vorschlag aus diesen zehn.

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Antwort in der Regel innerhalb von drei Werktagen. Keine Newsletter, keine Weitergabe der Adresse.

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